Manifest des Friedens

Friedensstadt Tübingen, Manifest des Friedens

Die Friedensstadtwoche vom 22.-28. Juni 2009 mit zahlreichen Veranstaltungen in Tübingen und mehr als 2000 Teilnehmern, ist  mit einem Friedensgottesdienst in der Tübinger Stiftskirche,  Veranstaltungen mit Solidaritätsbrücken zu den Friedensgemeinden in Kolumbien und zu der palästinensischen Stadt Jenin, zu Ende gegangen.

Am Samstag 27.6.wurde vor 1500 Teilnehmern auf dem Marktplatz in Tübingen ein Manifest des Friedens für die Bewohner aller Städte ausgerufen. Das Manifest besteht aus 6 Prinzipien für das lokale und globale Zusammenleben der Menschen und Völker:

1. Respekt gegenüber dem Leben
2. Gewaltverzicht
3. Mit Anderen teilen 
4. Zuhören um zu verstehen  
5. Erhalt des Planeten 
6. Wiederentdeckung der Solidarität.

Die Erklärung wurde von dem ehemaligen Direktor der UNESCO Federico Mayor und Henning Zierock, dem Vorsitzenden der Gesellschaft Kultur des Friedens vorgetragen.  Mit dabei Ismail Khateeb, Palästina (ein Herz für Jenin), Gloria Quartas , (Friedensgemeinden in Kolumbien) dem Musiker Konstantin Wecker und  OB Palmer von Tübingen . Siehe Bild www.friedensstadt.org.  "Diese Prinzipien" erklärte Henning Zierock,  Initiator der Friedensstadtwoche, "sind die Grundlage für das friedliche und solidarische Zusammenleben der Menschen in einer globalisierten Welt, die jetzt in Tübingen beispielhaft  mit Leben gefüllt werden."

Am Samstag den 4. Juli findet um 12h auf dem Holzmarkt in Tübingen eine Informationskundgebung zur Friedensstadt Tübingen statt mit aktuellen Beiträgen zu Israel/Palästina, Situation im Iran und Berichten von der Ergebnissen der Friedensstadtwoche. Am Samstag, den 11.Juli wird der "Markt des Friedens" mit zahlreichen Initiativen von 11-15h auf dem Holzmarkt/Marktplatz durchgeführt, da durch den anhaltenden Regen vor dem Wecker-Konzert die Teilnahme einiger Friedensgruppen ins Wasser fiel.

"Friedensstadtmanifest"

1."Respekt gegenüber dem Leben." Das Leben und die Würde jedes Menschen zu respektieren ohne Vorurteile und Diskriminierung
2."Gewaltverzicht." Aktive Gewaltfreiheit zu praktizieren und auf Gewalt in jeglicher Form zu verzichten: Physische, sexuelle,psychologische, ökonomische und soziale vor allem gegenüber den Schwächsten wie Kinder und Jugendlichen.
3."Mit Anderen teilen." Meine Zeit und Ressourcen zu teilen in einer solidarischen Haltung um Ausgrenzung, Ungerechtigkeit und politisch-ökonomische Repression überwinden zu helfen.
4." Zuhören um zu verstehen." Meinungsfreiheit und kulturelle Vielfalt zu verteidigen, das Zuhören und den Dialog zu fördern statt Fanatismus, Intoleranz und die Abweisung Andersdenkender.
5. " Erhalt des Planeten". Verantwortliches Verbraucherverhalten zu fördern und gesellschaftliche Entwicklungen, die alle Arten von Leben respektieren und das Gleichgewicht der Natur auf unserem Planeten erhalten.
6. "Wiederentdeckung der Solidarität" Zur Entwicklung meiner Umgebubg beizutragen, die allen Menschen, vor allem Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe ermöglicht und  demokratische Prinzipien respektiert, um neue Formen der Solidarität zu entwickeln.